Haidong Gumdo®
Haidong Gumdo bedeutet wörtlich übersetzt "Der Weg des Schwertes des Ostmeeres"
oder einfach übersetzt "Der koreanische Weg des Schwertes"
Im tieferen Sinn kann es auch als "Das Licht des Schwertes wie die aufgehenden Sonnenstrahlen im östlichen Meer" beschrieben werden, zurückzuführen auf die Reflektionen der Sonnenstrahlen auf einer Schwertklinge im morgendlichen Sonnenaufgang in östlichen Meer.
Hai → Meer oder Sonne
Dong → Osten / Sonnenstrahlen im Morgenaufgang
Gum → Schwert
Do → Weg
In alter Zeit waren die Schüler des Haidong Gumdo entschlossen, Gerechtigkeit in die Welt zu bringen mit dem "Licht des Schwertes" - jenes Licht, das hell und brillant funkelt wenn die Sonne am Horizont des östlichen Meeres an der koreanischen Halbinsel majestätisch aufgeht.
Der Ursprung des Haidong Gumdo liegt in der "Koguryo-Dynastie", die fast 700 Jahre lang bestand (37 v.Chr. bis 668 n.Chr.) und eines der drei alten Königreiche auf der koreanischen Halbinsel bildete ("Zeitalter der drei Königreiche").
Das Königreich Koguryo lag dabei im Norden, angrenzend an die beiden anderen Königreiche "Shilla" (57 v.Chr. bis 935 n.Chr.) im Südwesten, und "Paekche" (18 v.Chr. bis 660 v.Chr.) im Südosten.
Das vierte Reich "Keya" (42 v.Chr. bis 562 n.Chr.) war ein Verbund von Stadtstaaten, wurde jedoch 562 von Shilla erobert.
Es ist nur traditionsbewussten Meistern zu verdanken, das die Kunst des Haidong Gumdo die Jahrhunderte überdauerte.
Auch wenn diese Kampfkunst nur in abgelegenen
Orten gelehrt wurde, so hörte die Tradition der Weitergabe des Wissens vom Meister zum Schüler nicht auf.
Selbst heute gibt es noch Meister, deren Lebensinhalt es ist zurückgezogen in den Bergen Koreas traditionelle koreanische Kampfkünste zu trainieren und zu pflegen.

Der Geschichtsgelehrte „Sul Bong“ führte die Tradition der Samurang (jap. Samurai) weiter und eröffneteeine Trainingshalle in den Bergen von Paektu, in der er neue Schüler
in der alten Kriegskunst ausbildete.
Die Besten von ihnen wurden als „Haidong Mussa“ bezeichnet. Jene Haidong Mussa wurden hinausgesandt um weitere Trainingshallen zu eröffnen und um das Wissen und die Kunst der Samurang fortzuführen.
Meister „Jang Baek-San“ konnte die Kunst des Haidong Gumdo bis in die heutige Zeit erhalten. Er unterrichtete sie in den Bergen von „Kwanak“ in der Nähe von „Seoul“, der heutigen Hauptstadt Koreas.
Im Jahre 1961 wurde „Kim Jeong-Ho“ mit 8 Jahren ein Schüler von Meister Jang und erlernte die traditionelle Kampfkunst des Haidong Gumdo.
1983 eröffnete, der nun mittlerweile herangereifte Meister Kim, in Anyang seine erste Schule und gründete im Jahrdarauf die Haidong Gumdo Association mit Sitz in Seoul.
Schon früh sah er das Potential des Haidong Gumdo und fand, das man es dem Ausland nicht vorenthalten sollte. Heute ist Großmeister Kim Jeong-Ho Präsident der World Haidong Gumdo Federation, die 1996 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Gwangju, in der Provinz Kyonggi-Do hat.
Seit Anfang 2003 gibt es den Deutschen Haidong Gumdo Bund, einzig anerkannter Vertreter der World Haidong Gumdo Federation in Deutschland. Präsident ist Großmeister Dr. h.c. Lee, Keun-Tae. Der Deutsche Haidong Gumdo Bund hat es sich zum Ziel gesetzt, das Haidong Gumdo in Deutschland einzuführen und zu verbreiten.
Haidong Gumdo unterscheidet sich von den Kampfsportarten dadurch, dass den Bewegungsformen als sichtbares Ausdrucksmittel für Kampfkunst größere Bedeutung zukommt als der sportliche Wettkampf.
Die drei wichtigsten Aspekte des Haidong Gumdo sind "Konzentration", standfeste "Stellung" des Übenden in aufrechter Körperhaltung und der "Weg des Schwerts".
Während der Durchführung der Kampfkunstübungen sind die Gedanken frei von Einflüssen des Alltags. Stattdessen ist die Konzentration auf die korrekte Ausführung der Techniken und die Bewegungsabläufe ausgerichtet, was sich wie bei einer Meditation beruhigend auf den Übenden auswirkt.
Dies ist jedoch nur eine der zwei Seiten des Haidong Gumdo. Vergleichbar dem Um und Yang (chin. "Yin und Yang"), wo "Weich" neben "Hart" oder "Licht" neben "Dunkelheit" steht, ist die andere Seite des Haidong Gumdo geprägt von der Realität der kämpferischen Auseinandersetzung.
Die Bewegungsformen des Haidong Gumdo (korean. "Gumbop") sind realen Schwertkämpfen nachempfunden.
Es gibt sowohl schnelle dynamische als auch ruhig kontrollierte Phasen in den Formen. Wenn eine Bewegungsform durchgeführt wird, empfindet sie der Übende wie in einem realen Kampf. Er spürt die Angriffe des Gegners, pariert und kontert. Dabei fühlt er das Bedürfnis sich zu verteidigen, um einen Angriff abzuwehren. Dieses verdeutlicht die Realitätsnähe von Haidong Gumdo.
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